Aus aktuellem Anlass einige Anmerkungen:
Die folgenden Probleme müssen in Einklang gebracht werden:
Am Ende eines Transportbandes fällt ein Paket, in der Regel
nach unten.
Auf das unterste Paket eines Stapels wird ein erheblicher Druck ausgeübt.
Das Chassis eines Radios bildet die größte Masse im Gerät
und kommt beim Fallen entsprechend zur Wirkung. Kontrollieren Sie daher
die Vollständigkeit und den Sitz der Befestigungsschrauben.
Die nicht mehr ersetzbare Skala besteht aus Glas.

Sorgen
Sie durch ausreichendes Dämmaterial,Versteifungen, ggf. Abstandshalter
und eine Platte (Styropor, Pappe) vor der Gerätefront für ausreichenden
Schutz. Zur Stoßdämpfung ist Styropor jedoch ungeeignet (es
ist zu hart). Im Bild links sieht man ein
sorgfältig verpacktes
(weich gelagertes) Radio, das den stundenlangen
harten Vibrationen beim Transport im LKW (bzw. -Hänger) standhalten
wird. (Vergleichbar mit einem industriellen Schütteltest.) Das
Bild rechts zeigt den maximal möglichen
Schutz: "Karton im Karton" (hier zwei kleinere Geräte). Der
innere Karton sollte nur wenig größer als das Radio sein, was
vor allem die Glasskala gut schützt, mit weichen Schaumstoffresten
(oder Textilien) wird gegen Scheuerstellen vorgebeugt. Der Karton
wird dann rundum weich (schwimmend) im größeren Karton
gelagert. Diesen Aufwand sollte man nicht scheuen, wenn man "fabrikneue"
Geräte versendet (die beiden abgebildeten Pakete gingen nach Übersee).
Es ist in jedem Fall besser, das Chassis nicht auszubauen. Das Gehäuse
kann dann, in einem größeren Karton an allen Seiten "gepolstert"
werden, z.B. mit zusammengeknülltem Zeitungspapier oder mit Schaumstoff.
Dies schützt z.B. den relativ schweren und zart befestigten Ferritstab
vor Vibrationen und einem Lösen aus der Halterung. Für das Chassis
aus einer Musiktruhe muss daher ein Behelfsgehäuse (Rahmen) gebaut
werden, so dass es fest veschraubt und insgesamt weich gelagert werden
kann. Die Skala sollte nach Möglichkeit zu Hause bleiben.
Sehr schwere
Geräte sollten nur selbst im Auto transportiert werden.
Bei manchen Geräten ist es sinnvoll, innen Transportsicherungen
anzubringen, z. B. bei alten Radios mit großen Röhrenkolben,
schweren Ferritantennen oder nur lose sitzenden Röhren. Wenn es dem
Empfänger zugemutet werden kann, können die Röhren auch
gesondert eingepackt werden.
Und hier ist es schiefgegangen:
Einer meiner Leser ließ dieses ebay-Gerät direkt zu mir
zur Durchsicht senden. Es gab nicht mehr viel durchzusehen. Die Skala ist
wohl durch unsachgemäße Verpackung (kein Dämmaterial)
in die Brüche gegangen, möglicherweise auch die Kunststoffblende.
Das Gehäuse hatte allerdings schon vorher mehrere nicht reparable
Schäden. Notschlachtung. Schade, es wäre ein schönes Gerät
gewesen. Ebay-Käufer klagen sehr häufig über schwere Transportschäden
durch fahrlässige Verpackung.
